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2. Brandenburger Krebskongress mit Rekordbeteiligung

Der Brandenburger Krebskongress wurde zum zweiten Mal in Potsdam durchgeführt. Die Veranstalter ziehen jetzt eine positive Bilanz: Mehr als 370 Teilnehmer, 69 Referenten sowie 29 Aussteller und Sponsoren diskutierten an zwei Tagen die Herausforderungen eines Flächenlandes in der Onkologie

Potsdam, 28.02.2011. In Anbetracht der demografischen Entwicklung, die sich auch im Flächenland Brandenburg vollzieht, war der 2. Brandenburger Krebskongress, der am 25. und 26. Februar 2011 im Hasso-Plattner Institut (www.hpi.uni-potsdam.de) Potsdam stattgefunden hat, eine gute Gelegenheit, die sich daraus ergebenden Herausforderungen für die Entwicklung der Onkologie im Land Brandenburg mit Experten diskutieren. Die Veranstalter ziehen eine insgesamt positive Bilanz, denn „noch nie hat eine onkologische Veranstaltung dieser Dimension in Brandenburg stattgefunden“ so der Vorsitzende der LAGO Bernd Müller-Senftleben. Mehr als 370 Teilnehmer, Referenten, Aussteller und Sponsoren diskutierten an den beiden Kongresstagen ein breites Spektrum interessanter Themen rund um die Onkologie in Plenarsitzungen und Workshops. "Menschen, die an Krebs erkranken, sollen in allen Regionen unseres Landes eine gute gesundheitliche Versorgung erhalten", so Gesundheitsministerin Anita Tack (Linke) bei einem Pressefrühstück in der vergangenen Woche in Potsdam. In einem Flächenland wie Brandenburg, mit dünnbesiedelten Randgebieten und mit einer immer älter werdenden Bevölkerung ist das eine große Herausforderung. Frau Tack hatte auch die Schirmherrschaft für den Kongresses übernommen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen neue Erkenntnisse und Entwicklungen in allen Themenfeldern, von Prävention über neue Behandlungsverfahren, Vor- und Nachsorge, Patientenkompetenz bis zur humanen Sterbebegleitung. Experten aus der onkologischen Praxis, aus Wissenschaft, Forschung und Politik nutzten die Gelegenheit zur Diskussion und eines regen Erfahrungsaustauschs. Während des Kongresses fand eine begleitende Industrieausstellung statt, hier präsentierten insgesamt 22 renommierte Unternehmen der Branche aktuelle und neue Produkte und Dienstleistungen. Auch der scheidende Vorsitzende des Tumorzentrums, PD Dr. med. Stefan Koch zeigte sich zufrieden: „Der Kongress hat zweifellos Maßstäbe gesetzt. Er hat eine gute Grundlage gelegt, die Veranstaltung dauerhaft im Land Brandenburg zu etablieren“. Der Kongress wurde nach 2009 zum 2. Mal in Potsdam durchgeführt. Veranstalter sind das Tumorzentrum Land Brandenburg (TZBB) und die Landesarbeitsgemeinschaft Onkologische Versorgung Brandenburg (LAGO).

Über Lago:
Die Landesarbeitsgemeinschaft Onkologische Versorgung Brandenburg (LAGO) ist ein Netzwerk von aktuell 40 in der brandenburgischen onkologischen Versorgung tätigen Einrichtungen des Gesundheitswesens (u.a. Gesundheitsministerium, Landesärztekammer, KVBB, Krankenkassen, Selbsthilfeverbände). Sie wurde 1993 gegründet. Anliegen der LAGO ist die Verbesserung der onkologischen Versorgung im Land Brandenburg. Hierzu wird insbesondere die Kooperation und Kommunikation der in der Onkologie tätigen Institutionen, Berufsgruppen, Selbsthilfeorganisationen und ehrenamtlich Tätigen im Land Brandenburg durch Vernetzung gefördert und die Krebsprävention und die Versorgungs-strukturen für an Krebs erkrankte Menschen im Land Brandenburg mit gezielten Maßnahmen langfristig verbessert. Die LAGO initiiert, realisiert und koordiniert Projekte zur Förderung der Krebsprävention sowie der Verbesserung der medizinischen, pflegerischen und psychosozialen onkologischen Versorgung – von der Therapie bis zur Palliativ- und Hospizversorgung. Ferner unterstützt die LAGO die Entwicklung von onkologischen Fortbildungskonzepten sowie die Organisation und Koordinierung von Veranstaltungen auf dem Gebiet der Onkologie.

Über TZBB:
Das Tumorzentrum Land Brandenburg e.V. wurde am 01.03.2000 gegründet und ist der Zusammenschluss aller sechs Tumorzentren und Onkologischen Schwerpunkte des Landes Brandenburg. Das Tumorzentrum Land Brandenburg e.V. stellt sich die Aufgabe, die medizinische Versorgung von Krebskranken im Land Brandenburg fortlaufend zu optimieren. Die Tumorzentren und Onkologischen Schwerpunkte leisten seit ihrer Gründung eine engagierte Arbeit für die Erfüllung der Vereinsziele. Diese bestehen insbesondere in der Propagierung und Durchsetzung einer wissenschaftlich fundierten, modernen Tumordiagnostik und –therapie, in der Förderung der interdisziplinären Zusammenarbeit und des Informations- und Erfahrungsaustausches der an der onkologischen Versorgung beteiligten Ärzte und Naturwissenschaftler, in der Kooperation bei der Dokumentation der Tumorkrankheiten und ihrer Verläufe, im flächendeckenden Aufbau eines klinischen Tumorregisters im Land Brandenburg und einer registergesteuerte, kompetenten Nachsorge- und Weiterbehandlung der Tumorpatienten sowie in der Organisation von gemeinsamen Fortbildungsveranstaltungen für onkologisch tätige Ärzte sowie andere in der Krebsbekämpfung tätige Personen.

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